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tzi uebersicht 2013.pdf Seite 1 von 2

Wieder einmal Zeit für die allmonatlichen Erfolgsmeldungen aus dem hause der taz. Die Einnahmen im Januar betrugen 12.209,45 Euro. Interessant ist vor allem aber die Summe der taz-zahl-ich Abos, die freiwillig, aber regelmäßig Geld an die taz abdrücken und die nähert sich der 5.000 Euro Grenze.

Und etwas zur Nutzerverträglichkeit der “Pay-Wahl”:

Die (wenigen) Beschwerden, die wir wegen der Einblendung des “Pay-Wahl”-Banners bekommen, können wir zwar verstehen, finden aber nach wie vor, dass ein einziger Klick auf “Nein” nicht zuviel Belästigung ist. Dass sich seit der Einführung des Banners die freiwilligen Zahlungen nahezu verdoppelt haben zeigt uns, wie wichtig es ist, die LeserInnen regelmäßig darauf aufmerksam zu machen, dass taz.de auf Dauer nur dann kostenlos bleiben kann, wenn genug Freiwillige für diesen Service etwas bezahlen.

Zur Übersicht im taz Hausblog

Der erste Monat der taz PayWahl

Die taz hat nach dem ersten Monat mit ihrer freiwilligen Paywall erste Ergebnisse veröffentlicht:

Im November kamen 7.839,59 Euro über die freiwilligen Zahlungen auf unser Konto, das sind 3.860 Euro mehr als im Oktober. Nach einem extremen Peak am 22.11. und 23.11 haben sich die Zahlungen auf einem erfreulichem Level eingependelt. Im Durchschnitt kommen täglich noch immer drei mal mehr Zahlungen mit  etwa drei mal höheren Beträgen wie vor Einführung der Paywahl.5.427,84 Euro zahlten LeserInnen für taz.de in einmaligen Zahlungen. Der höchste Anstieg bei den verschiedenen Zahlungswegen gab es bei Paypal  – plus 698,80 % – und bei Handyzahlungen plus 623,57%.

Vielleicht ein bisschen ein Beweis dafür, dass die Leute auch bezahlen, wenn man Ihnen den überhaupt die Möglichkeit gibt.

Es kamen täglich weitere regelmäßige ZahlerInnen dazu, die monatliche Summe erhöhte sich damit an den folgenden Tagen um 158 Euro, 99 Euro, 152 Euro, 170 Euro, 157 Euro, 64Euro , 90 Euro und 79 Euro. Vor Beginn der Kampagne lag die Summe, die wir monatlich über solche Einzugsermächtigungen erhielten, bei 2773 Euro. Jetzt sind es 4075 Euro monatlich.

via Gute Wahl: tzi-Abos steigen auf über 50.000 Euro at taz Hausblog.

Die Kampagne “taz zahl ich” scheint sich für die Berliner tageszeitung auszuzahlen. “Die eingenommene Jahressumme durch regelmäßige Zahlungen (also ohne Einmalzahlungen per Paypal, Kreditkarte, Überweisung, Handyzahlung etc.) beläuft sich nun auf über 50.000 Euro im Jahr.”, meldet die taz in ihrem Hausblog. Nicht mit eingerechnet sind darin weiter Klicks auf flattr-Buttons oder Einmalzahlungen. Erst vor knapp zwei Wochen hatte die taz ihre freiwillige “Pay-Wahl” eingeführt.

Schon länger hat die taz online unter jedem Artikel die Möglichkeiten für einen Artikel freiwillig zu bezahlen. “taz zahl ich”, hieß das bisher, nun hat man die Aufforderung zum freiwilligen Bezahlen etwas intensiviert:

Ab sofort werden die NutzerInnen auftaz.de mit einer Bezahlschranke empfangen. Mit zwei unterschiedlichen Layer-Motiven “frei bleiben” auf der Startseite und “taz paywall” auf Artikelebene setzt die taz abermals auf das Prinzip des freiwilligen Bezahlens von Online-Artikeln.

Entscheidet sich der Nutzer für “Ja” stehen sechs Wege zur Verfügung für den Online-Content zu zahlen – Paypal, Handyzahlung, Kreditkarte, Überweisung, Lastschrift oder Dauerauftrag. Bei “Nein” schließt sich das Fenster mit der Bezahlaufforderung wieder – der Artikel kann weiterhin kostenlos gelesen werden.

taz-Hausblog

Im Oktober hatte die taz mit seinen freiwilligen Bezahlangeboten 3.979,09 Euro eingenommen, man darf gespannt sein, in wieweit sich die Einnahmen nach der jetzigen Maßnahme erhöhen.

Andere Verleger dürften sich wohl über die Maßnahme freuen, da insgesamt die Akzeptanz für Paywalls gesteigert werden und wohl schon einige Nutzer an diese Aufforderung gewöhnt werden Geld dazulassen, auch wenn man weiterhin einfach alles weg
klicken kann.

taz-Schwerpunkt: Freiwilliges Bezahlen

Die taz, die selbst viel mit freiwilligen Bezahlmodellen experimentiert, hat dazu einen ausführlichen Schwerpunkt mit verschiedenen Artikeln rund ums Thema.

Seit heute Nacht um 0.00 Uhr finden sich auch auf der Homepage der taz die kleinen orange-grünen Buttons des Micropaymentdienstes Flattr. Damit könnte Daniel Fiene auf seine Frage “Was passiert, wenn das erste große Medium Flattr implementiert?”, schneller eine Antwort bekommen als er dachte. Nun ist taz.de nicht SpiegelOnline, aber es ist eben auch kein kleines Blog.

“Da kam Flattr wie gerufen!”

Die taz hat bereits Erfahrungen mit freiwilligen Spenden ihrer Leser gesammlt. Während der Aktion die Jungen übernehmen die taz, konnten Leser auf taz.de freiwillig per Bankverbindung spenden, dabei kameninnerhalb einer Woche über 1.800€ zusammen.

Das sei ein erster Versuch Richtung Spenden gewesen, das Konzept der Microdonations hätten sie aber schon länger im Hinterkopf gehabt, erzählte mir Phillip Moritz, Webmaster der taz, “Und da kam Flattr wie gerufen!”.

Man hoffe, so Moritz, auf das Konzept der Microdonations, egal ob nun mit Flattr oder einem ähnlichen Dienst sei und eventuell könnte das Konzept sogar das Online-Business verändern. Ob man dabei Gewinne machen kann sei noch nicht sicher, aber man möchte mit der Teilnahme auch das Projekt Flattr insgesamt nach nach vorne und zu mehr Akzeptanz bringen. Wie stark die Leser das annehmen, müsse sich erst noch zeigen, aber man wolle eben genau das herausfinden.

Moritz zeigte sich allerdings überrascht, das innerhalb der kurzen Zeit nun doch schon einige Flattr-Klicks auf die Homepage gewandert sein. In den 12 Stunden, seit Flattr auf der Homepage der taz verfügbar ist, sind 36 Flattr Klicks auf der Seite eingegangen, was diese Wert sind zeigt aber erst am Monatsende.

“Flattr hat das beste Konzept.”

Im Gegensatz zur Konkurrenz habe Flattr das beste Konzept. Man denkt wohl noch über eine Implementierung des ähnlichen Dienstes Kachingle nach und eventuell soll es eine Partnerschaft mit amazon geben, näheres gibt es dazu aber noch nicht. Bei der zuvor ausprobierten Überweisungsaktion seien neben den tatsächlichen Transferkosten auch die mentalen Transferkosten zu hoch und auch ein einfacher PayPal-Spenden Button zweige bei Kleinstbeträgen zu viel an Gebühren ab, erklärt Moritz die Entscheidung für den Dienst von Flattr.

Die Einnahmen aus Flattr werden dabei nicht den einzelnen Autoren zugeführt werden, sondern gesammelt in die Onlineeinnahmen einfließen. Lediglich bei den Blogs denkt man drüber nach den einzelnen Autoren, die bislang nur eine Aufwandspauschale erhalten, zu ermöglichen ihren eigenen Flattr Account in das jeweilige Blog einzubinden. Zu den Vorwürfen des Datenhandels bei Flattr macht man sich bislang wenig Sorgen. “Schauen wir mal”, war des Webmasters lakonische Antwort.

Flattr auf taz.de ist ein weiterer großer Schritt für den Micropaymentdienst, deshalb verkündete das heute morgen auch ganz stolz deren offizieller Twitteraccount. Ob es den Durchbruch bedeutet ist natürlich noch unklar, schließlich befindet sich Flattr weiterhin in einer geschlossenen Beta und der Zugang ist nur mit Einladung möglich. Diese kann aber jeder auf der Homepage anfordern. Fraglich ist auch, ob sich der Dienst außerhalb der Netzgemeinde, in der er im Moment ziemlichen Hype genießt, durchsetzen kann. Wird sich der Zeitungsleser aus Hinterpusemuckel dazu aufraffen einen Account bei diesem Dienst anzulegen? Die taz kann mit ihrem Genossenschaftsmodell und den spendenbereiten Lesern sicher am ehesten darauf hoffen.

mehr:

Was glaubt ihr? Ist das der Durchbruch für Flattr? Und könnte es eventuell auch der Durchbruch für Erlöse von Onlinemedien sein?

Felix Schwenzel ist auf eine Reportage gestoßen, für die er gerne bezahlt hätte, findet die Möglichkeiten dafür aber mangelhaft:

ich will das alles nicht. ich will keine abos abschliessen, ich will keine rechte erwerben, ich will nach dem bezahlen kein papier geliefert bekommen. ich will einfach für etwas das ich schätze, das mir empfohlen worden ist oder über dass ich im netz gestolpert bin bezahlen können.

via bezahlschranken überall – wirres.net.

Das Wichtige an all den PaidContent Bemühungen ist also den Lesern überhaupt eine Möglichkeit zu geben online bezahlen zu können. Welches Modell dazu optimal ist wird sich noch zeigen.

Ein Ansatz dazu ist bislang die taz mit ihrer PayWahl. Aber die Frage die sich stellt, formulierte auch schon Amanda Palmer:

“People have been obsessed with the wrong question, which is: ‘How do we make people pay for music?’ What if we started asking: ‘How do we let people pay for music?’”

Flattr als Bezahllösung für Nachrichtenseiten

In ihrem Blog gibt flattr Tips, wie Nachrichtenseiten den Micropayment/donation Dienst als Bezahllösung einsetzen können. Sie präsentieren sich dabei als verbindender Dienst, bei dem Leute sich anmelden, ohne einen Account für jede einzelne Seite anlegen zu müssen und erklären Möglichkeiten wie auch Flattr, die eigentlich als freiwillige Micropaymentlösung daherkommen, als Gate in einer Paywall genutzt werden kann.

The “nag screen”
For sites that want to force people to pay but believe that it’s better to be a part of a payment system that works all over the web, Flattr can be used for that as well. By using Flattr in a nag screen you can find a the perfect balance between completely open and completely closed by asking your readers to flattr after reading one or many articles to forcing them to flattr before reading an article .

The wall
A full paywall, forcing people to flattr to read, isn’t something we recommend, we believe that it’s smarter to make let the payment be voluntary and have good arguments to why people should support the work they’ve consumed. But, if you really want a wall, you can absolutely use Flattr as the gate opener.

Selbstverständlich nennen sie immerwieder die taz als Vorbild, die recht erfolgreich auf frewilliges Bezahlen setzen.

Ein Nachteil auf den sie nicht eingehen ist, dass Flattr keine genauen Beträge garantieren kann. Denn schließlich ist der Flattr-Betrag ein Kuchen, der unter den einzelnen Klicks aufgeteilt wird. So kann ein Flattr-Klick mehrere Euro, aber auch nur wenige Centbruchteile groß sein, jenachdem wie groß der Kuchen war und in wieviele Stück er geteilt wird. Diese Rechenunsicherheit lässt wohl die meisten Verlage viele zögern auf flattr zu setzen. Vor allem, wenn flattr nur einer von mehreren Bezahlmöglichkeiten wäre, wäre ein Flattr-Klick wohl meist die günstigste Möglichkeit an den Content hinter der PayWall zu kommen.

Siehe auch: Neues Flattr: Der Like wird was Wert

Die taz hat Flattr-Gründer Linus Olsson interviewt, spricht mit ihm über die Entwicklung aber auch Flattr als Alternative zu PayWalls. (Die taz macht genau das mit ihrer freiwilligen PayWall und hat auch den Dienst Flattr eingebunden.)

Und wieso probieren es die großen Verlags-Häuser nicht?
Das Problem mit den Zeitungen ist, dass sie sich noch in der selben Debatte wie vor zwei Jahren befinden.

Nämlich?
Die Debatte lautet: „Wir müssen Paywalls ausprobieren“. Ich glaube, erst wenn sie das getan haben und merken, dass es doch nicht so läuft wie geplant, sind sie bereit, etwas anderes auszuprobieren.

via Flattr-Chef über Paywalls: „Wir respektieren die Privatsphäre“ – taz.de.

 

Flattr geht offline

November 19, 2010 — Leave a comment

Im August, als Flattr, gerade die Beta-Phase verlassen hatte gab es ein sympathische Fotoaktion von@zeitweise. Flattr-Buttons für die reale Welt:

Flattr alles[von 137b zeitweise]

Die Idee war reizend: Den Flattr-Gedanken in die Offline-Welt  tragen. Den Park um die Ecke, der einem täglich gut tut, mit einer Aufmerksamkeit bedenken, oder als alternatives Zahlungsmittel für Telefonzellen.Ob Flattr diese Fotoaktion mitbekommen hat Auch Flattr-Kopf Peter Sunde hatte damals von der Aktion Wind bekommen ((Danke an Kristof für den Hinweis in den Kommentaren)), ob sich Flattr direkt davon hat inspirieren lassen, weiß ich nicht, was sie heute auf Facebook veröffentlicht haben sieht es aber ganz danach aus. “Teaser of Things” to come heißt es dort zusammen mit diesem Foto:

Flattr für die Offline-Welt

Ein Flattr-Schild mit QR-Code. Der Code führt zu dieser Flattr-URL. Das stellt tatsächlich einen Weg dar auch offline flattrn zu können. QR-Codes können mit der Kamera eines Handys gescannt werden und senden einen zu dem Link, der sich hinter dem Code verbirgt. Ausgedruckt könnte man diese Codes überall anbringen und so den Kaffee auf dem nächsten Schulfest nicht mehr nur per Münzspende bezahlen, sondern auch über den Micropaymentdienst. The flattering of things. Auf die zahlreichen Pinnwand Nachfragen, ob das wirklich Real Life Flattering bedeutet, antwortet Flattr nur mit einem vielsagenden “ ‎…you might be right ;- )” .

Bis man den Klingelbeutel am Ende des Gottesdiesnstes flattern kann, wird es aber noch ein wenig dauern. Denn erstens ist ja noch nichts offiziell angekündigt und das Ganze noch in der Testphase. Zweitens sind weder Flattr noch QR-Codes populäre Technologien. Flattr hat vor kurzem verkündet inzwischen rund 46.000 Nutzer und bislang 114,057 € umgesetzt zu haben. Keine schlechten Zahlen für 2 Monate nach dem offiziellen Start, allerdings sind sie noch weit davon entfernt die kritische Masse zu überschreiten. Ob ihnen QR-Codes dabei helfen werden bezweifle ich, denn auch hier wissen wenig Menschen, was sich dahinter verbirgt und viele der Otto Normalstreetviewverpixler gehen nach wie vor nicht mobil online, aus Angst vor versteckten Kosten oder weil ihnen die Technik dazu fehlt.
Deshalb wird wohl auch der Sprung ins RealLife Flattr nur begrenzt aus der Nerd-Ecke herausholen. Vielleicht sehen wir es bei der nächsten re:publica am Kaffeestand der taz und bei den Machern desInternetbrunnens bin ich mir auch sicher, dass sie sich darauf stürzen werden. Darüber hinaus wird es aber noch Zeit und Erklärungsarbeit brauchen.

mehr..

Glaubt ihr die Offline-Transferierung mit QR-Codes hilft Flattr bei der Verbreitung? Kommt der Flattr-Gedanke offline an und welche realen Dinge würdet ihr gerne flattern?

 

Update: Direkt nach Veröffentlichung fiel mir ein, dass es theoretisch bereits jetzt schon möglich ist Dinge Offline zu flattern, schließlich kann man zu jeder URL einen QR-Code erstellen. Und tatsächlich bietet auch schon eines der zahlreichen Third-Party-Tools rund um Flattr das an: flattirl.com. Danke an SkaveRat für den Hinweis in den Kommentaren.