Bezahlen auf Nordbayerisch: 30 Cent pro Artikel

Auch der Nordbayerische Kurier führt jetzt PaidContent im Bauchladen. Allerdings setzt man dort nicht auf ein Metered Modell nach Vorbild der New York Times, sondern will 30 Cent pro Beitrag, wobei jeweils von der Redaktion in einem Freemium Ansatz individuell ausgewählt wird, welche Beiträge hinter die Bezahlschranke wandern und welche nicht. In einem Interview erklärt Chefredaktuer Joachim Braun das Modell

Es gibt unterschiedliche Strategien für Paid Content: Wie wird Ihr Modell konkret aussehen?

Aus meiner Sicht ist das Metered Modell, das die New York Times konzipiert hat, also eine bestimmte Zahl von Freischüssen zu ermöglichen, für Regionalzeitungen nicht so gut geeignet, weil unser Artikelangebot im Web doch von unterschiedlicher Qualität ist – zwischen Polizeimeldung und investigativer Recherche. Wir haben uns darum für ein Freemium-Modell entschieden. Das heißt, die Redaktion entscheidet im Einzelfall, welche Artikel kosten sollen. Das werden natürlich nur eigene Recherchen sein und nur solche, die thematisch auch attraktiv genug sind.

Die Teaser der jeweiligen Artikel, und damit die Nachricht, werden kostenlos bleiben. Bezahlt werden muss das, was in die Tiefe geht. Wir ermöglichen den Einzelkauf von Artikel, bieten einen Tagespass an und unterschiedliche Abo-Formen, auch im Zusammenhang mit der iOS-App, die wir gleichzeitig einführen. Unsere Print-Abonnenten bekommen einen kostenlosen Online-Zugang.

via Für Texte bezahlen? Auf die Inhalte kommt es an « Ankommen in Bayreuth.

Jannis Kucharz

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Herausgeber und Gründer von netzfeuilleton.de. Kolumnist der Allgemeinen Zeitung und Freier Social Media Redakteur beim ZDF. Studierte Medienmanagent, Publizistik und Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Auf Twitter folgen!

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