Welt.de ab Mittwoch hinter der Paywall

Springer macht sein Versprechen wahr und wird Welt.de tatsächlich noch dieses Jahr hinter einer Paywall verschwinden lassen. Ab Mittwoch soll der Zugang zur Webseite begrenzt werden. Vorbild ist natürlich das Metered Modell der New York Times, so werden 20 Artikel Abrufe im Monat frei sein, erst danach schließt sich die Mauer und die Welt macht einem folgende Angebote:

Das sind unsere drei neuen Abo-Modelle: DIGITAL Basis bietet einen unbegrenzten Zugang zur Website und Smartphone-App. Die zweite Variante DIGITAL KOMPLETT beinhaltet neben dem Zugang zur Internetseite auch die Smartphone-App und die Tablet-App. Die dritte Variante, DIGITAL Plus “Welt am Sonntag”, umfasst schließlich neben allen digitalen Produkten auch die gedruckte Ausgabe unserer Sonntagszeitung.

Alle drei Abonnements kosten im ersten Monat 0,99 € und werden dann angehoben. DiGITAL Basis auf den 4,49 € Einführungspreis statt 6,99 € (Wobei nicht klar ist wie lange dieser Einführungspreis gilt, ich schätze mal, das weiß man selbst noch nicht so genau.) DIGITAL Komplett mit der Tablett App soll später 12,99 € pro Monat und wenn man noch eine gedruckte WAMS in den Briefkasten geworfen bekommen möchte kostet das dann 14,99 €. Alle bisherigen Abonnenten erhalten kostenlosen Zugang

Ebenso wie bei der NYT bleiben Verlinkungen aus Social Media frei, interessanterweise äußert sich welt.de im FAQ nicht zu Verlinkungen von Google & Co., ein kritischer Punkt während der aktuellen Diskussion ums Leistungsschutzrecht, betrachtet man allerdings Welt.des SEO-Obsession darf man annehmen, dass sie auf den Google Traffic nicht verzichten.

Das vorgestellte Modell von Welt.de wir als Vorbild für viele, viele andere Verlage im folgenden Jahr gelten, schließlich planen etliche Häuser ähnliches. Vor allem das Konzept des Bundeling wird sich durchsetzen. Beachten Sie, dass man keinen einfachen Webseiten Zugang kauft, sondern das biligste Angebot Webseite + App sind. Auf diesem Weg wird versucht die Zahlungsakzeptanz des Publikums zu erhöhen, die für eine Bislanggratiswebseite sehr gering ausfällt. (Ich spreche hier nicht von einer vermeintlichen Kostenloskultur, sondern Marktforschungsergebnissen, die das gezeigt haben.) Die Webseite Zugang funktioniert als Zugabe und Einladung das Publikum in ein Abonnement mit der Marke zu bringen.

Welt.de geht also als großes Vorbild voran, BILD.de soll angeblich nächstes Jahr folgen, obwohl die große, bunte Schwester angeblich online auch so profitabel is. Andere Verlage werden im nächsten Jahr langsam folgen, viele mit einem ganz ähnlichen Modell.

Bild: Screenshot Welt.de

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