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NPR beschäftigt sich in der letzten Ausgabe des empfehlenswerten Podcast Planet Money mit Andrew Sullivans PayWall-Experiment und der Frage ob einzelne Journalisten und Blogger sich
selbst finanzieren können.

Episode 437: Can Andrew Sullivan Make It On His Own?

Auch Marco Arment (“The Magazine”) haben sie dazu interviewt: How To Start A Magazine (And Make A Profit)

Andrew Sulllivan wird sein Ziel von 900.000$ wohl nicht erreichen

Andrew Sullivans Modell sein Blog “The Dish” hinter eine sehr löchrige PayWall zu hieven und dafür Geld zu verlangen, wurd viel beachtet und bestaunt. Kein Wunder, schließlich sammelte er in wenigen Stunden über 500.000$ ein.
Seither ist es allerdings nicht viel mehr geworden: Bei 680.000 $ stagnieren die Zahlungen fürs erste Jahr bislang, es fehlt also noch Rund ein Drittel bis zum selbstgesteckten Ziel von 900.000$. Doch an dessen Erreichen zweifelt inzwischen auch Sullivan:

It remains unlikely that we will reach our target of $900,000 by the end of the year, even though we have already brought in gross revenue of around $680,000 – three-quarters of the way there.

Der Grund dafür ist einfach: “The most passionate readers have already joined. It gets harder after that.”, schreibt Sullivan in seinem Blog.
Ich denke eijn weiteres Problem ist, dass nach dem Anfangsknall die weitere Dynamik fehlt, denn anders als bei einem Kicktstarter Projekt gibt es kein All-or-Nothing oder Anreize über den Seiten Zugang hinaus.
Spannend ist auch, ob Sullivan diese Summe fürs nächste Jahr wieder erreichen oder gar steigern kann. Also wieviele der Leser werden ihr Abonnement erneuern? Und wieviel sind sie bereit zu zahlen? Denn beim ersten Anlauf hatten die Leser im Schnitt 8$ mehr bezahlt, als die eigentlich verlangten 19.99$. Viele gaben freiwillig sogar 50$. Ob sie das in einem zweiten Jahr wieder tun würden oder ob das ein einmaliger Ausdruck von Verbundenheit war ist da noch unklar. Ich würde eher schätzen letzteres und das bei einer wiederkehrenden Zahlung die Bereitschaft mehr zu geben langsam abnimmt.

Zahlen die Leute für die PayWall oder weil sie möchten?

Felix Salmon hat ein paar erste Statisitken zu ANdrew Sullivans “Blogpaywall” vorhaben:

Truth be told, Sullivan’s paywall is not much of a wall at all. 70% of his readers don’t click on the read-on links at all; they just stay on the home page, which is always free. And of the 30% who do click on read-on links, 91% are still within their allocation of seven free stories. Which means that overall, just 2.7% of his readers are reaching the point at which it gets a little bit harder to read what they want to read. And the actual number is lower even than that: many of his readers use RSS readers to consume his content, or else they disable cookies, or otherwise don’t get counted among the people visiting his website.

Content economics, part 2: payments

Er kommt in dem Text auch zu dem Schluss, dass viele Leser nicht für eine PayWall zahlen. Diese ist schließlich in den meisten Fällen leicht zu umgehen, sondern weil sie gerne bezahlen und unterstützen möchten.

 

via Wolfgang Blau

Während alle Welt über Andrew Sullivan und das Abo-Modell für sein Blog “The Daily Dish” diskutiert, hat es ihm in Duetschland schon jemand vorgemacht: Zum Jahresbeginn führte der Jounalist und Blogger Wilhelm Hahne eine PayWall für Motor-Kritik.de ein. Eines seiner Kern Themen ist dabei der Skandal um den Nürburgring und seine Recherchen zum Thema brachten im schon eine Hausdurchsuchung ein.
Nun will er dafür Geld: 80 € im Jahr für Privatpersonen und 360 € für Firmen sollen die Geschichten ab sofort kosten. In der Rhein-Zeitung gibt er ein Interview zu seiner Entscheidung. Er antwortet etwas ausweichend und will noch keine Zahlen bekannt geben, dennoch spannend zu beobachten, ob sich das durchsetzen kann und wie es sich entwickelt.

Wieso musste in Deutschland ein 79-Jähriger kommen, um ein Bezahlmodell für seine Internetseiten einzuführen?

Ich finde es interessant, dass Sie die Einführung eines Abo-Systems für meine Internetseiten meinem Alter anlasten bzw. mich als einen Pionier darstellen, während ich nur davon überzeugt bin, dass man in allen Berufen zu unterschiedlichen Zeiten immer irgendwelche Entscheidungen treffen muss. Möglichst die richtigen. Auf mich und meine Internetseiten bezogen: Ich bin davon überzeugt, in einer Phase, in der die „Financial Times Deutschland“ eingestellt wird, die „Frankfurter Rundschau“ den Weg in die Insolvenz wählt, für „Motor-Kritik“ die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

via Kurz vor seinem 80.: Wieso Motor-Journalist Hahne Texte hinter Paywall packt – Computer – Rhein-Zeitung.

Man muss dem Mann aber zu Gute halte, dass er macht, während alle anderen noch überlegen und sich sorgen über mangelnde Zahlungsbereitschaft machen. Es wird auf jeden Fall zu neuen Erkenntnissen führen, von denen wir insgesamt noch zu wenige haben.

Digitale Paywalls – Was gibt es zu beachten?

Ken Doctor nimmt für das Nieman Journalism Lab die Ökonomie der Digital Abos auseinander und überlegt, vor dem Hintergrund des Erfolgs von Andrew Sullivans “Daily Dish” wohl einige gerade berechnen:

What are key numbers to watch? It’s fairly simple in the pay game. If you don’t have print which is where the newspaper industry is excelling most, by adding all-access onto print subs, then we look at two numbers. How many unduplicated unique visitors does an individual or company have — and what percentage of them convert?  Unduplicated meaning taking out the multidevice usage of a single reader uniques are usually about a third of publicly reported uniques. Experience tells us that one percent is a kind of minimum success rate for conversion; the upper limit at this point may be four or five percent. Then, there’s price, of course, and net after paying Press+, TinyPass, or others. Figure out those numbers — and add in advertising revenue, or not — and you can see how many people can be supported. Lots of people are doing that math this month.

The newsonomics of the digital-only paywall parade

Der amerikanische Blogger Andew Sullivan baut ein PaidContent Modell für sein Blog “The Dish” auf. Stefan Niggemeier schreibt, wie es funktionert und warum es besonders gut funktionieren könnte:

Die Leser werden nicht nur nicht auf dieses Blog verzichten wollen, das so manisch und persönlich, so relevant und abwegig und so offen für Widerspruch betrieben wird. Sie werden es unterstützen wollen. Und diese Leser als Unterstützer zu haben, wird nicht nur den »Dish« stärken, sondern auch die Beziehung zwischen beiden.

Das Modell, das Andrew Sullivan mit dem »Dish« probiert — ich glaube, das wird eine Zukunft sein.

via Die Unabhängigkeitserklärung des Andrew Sullivan « Stefan Niggemeier.

In den USA gibt es ja schon meherer Blogs, die sich von ihre Lesern bezahlen lassen. Da gibt es die Memebership Modelle von John Gruber (daringfireball.net), The Loop (Jim Dalrymple) und Shawn Blanc, alle freiwillig und in diesem Jahr hat Ben Brooks seine BrooksReview hinter eine Bezahlschranke gesteckt.